Der Schutz unseres Klimas steht im Mittelpunkt eines nachhaltigen Energiesystems.
Mit der Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Energiespeicherprojekte und Energietechnologien unterstützt RAG die Ziele des „Clean Industrial Deal“ der Europäischen Union.
Ziele und Maßnahmen im Bereich Klimawandel und Nachhaltige Energielösungen aus Bericht 2025
©
Energieversorgung
Neben der Sicherstellung der Versorgung mit dem Energieträger Erdgas und dem Erhalt der entsprechenden Infrastruktur arbeitet RAG seit vielen Jahren an technischen Lösungen zur Reduktion von Emissionen. Die konkrete Ausgestaltung der Energiewende wird bestimmen, in welchem Umfang das Unternehmen künftig seine Kompetenzen in den Dienst einer sicheren und zugleich klimaneutralen Energieversorgung stellen kann.
Bis dahin wird Erdgas – entsprechend der Einschätzung der EU – mittelfristig weiterhin eine zentrale Rolle spielen, insbesondere in den Wintermonaten.
Der Betrieb unserer technischen Anlagen sowie die Förderung und Speicherung von Erdöl und Erdgas führen zur Emission von Treibhausgasen und Luftschadstoffen. In weiterer Folge fallen auch Emissionen durch die Nutzung dieser Rohstoffe für die regionale Versorgung von Industrie und Haushalte an.
©
Reduktion von Emissionen
Unser erklärtes Ziel ist es, alle beeinflussbaren Emissionen schrittweise zu reduzieren. Die gleichzeitige Gewährleistung von Versorgungssicherheit und Klimaschutz stellt dabei eine große Herausforderung dar. Dennoch verfolgen wir einen klaren Pfad: Bis spätestens 2040 sollen die unternehmenseigenen Treibhausgasemissionen Net Zero erreichen, und regionale Luftemissionen sollen deutlich verringert werden.
Seit vielen Jahren ermittelt die RAG systematisch ihre direkten und indirekten Emissionen (Scope 1 und Scope 2), um ihren Beitrag zum Klimawandel verlässlich zu quantifizieren. Im Geschäftsjahr 2023 wurde diese Bilanzierung erstmals um die Emissionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette (Scope 3) erweitert – unter Einbeziehung aller Standorte und Tätigkeitsbereiche sowie mit Unterstützung externer Expert*innen.
Die fachlich zuständige ESG‑Arbeitsgruppe hat bereits konkrete Reduktionsziele für Scope 1 definiert und erste Maßnahmen umgesetzt. Die Festlegung von Zielen für Scope 2 und Scope 3 erfolgt schrittweise, um einen kontinuierlichen Verbesserungsprozess sicherzustellen. Diese Zielsetzungen bilden die Grundlage unserer Dekarbonisierungsstrategie und unterstreichen den Anspruch der RAG, frühzeitig Verantwortung zu übernehmen.
Wenn Sie mehr über unsere Ziele und Fortschritte im Bereich Klimawandel erfahren wollen, können Sie dies im Nachhaltigkeitsbericht 2025 nachlesen.
©
Klimarisikoanalyse
Zur Ermittlung von klimabedingten Risiken im eigenen Betrieb wurde im Sommer 2024 gemeinsam mit Unterstützung durch externe Expert*innen eine ausführliche Klimarisikoanalyse inklusive Vulnerabilitätsbewertung für die wichtigsten Standorte des Unternehmens durchgeführt.
Es wurden die Einflüsse durch Wasser, Wind, Temperatur und Feststoffe sowohl chronisch als auch akut für die Zeiträume 2030, 2050 und 2100 anhand verschiedener Konzentrationspfade des IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change) bewertet.
Die Klimarisikoanalyse hat gezeigt, dass die RAG zum größten Teil resilient gegen Klimagefahren ist und aktuell nur geringer Handlungsbedarf besteht.
Im Hinblick auf transitorische Risiken hat RAG die zukünftigen Herausforderungen frühzeitig erkannt. Die unternehmensinternen Annahmen und Prognosen stimmen weitgehend mit den Klimaszenarien sowie den Entwicklungen am Energiemarkt überein. Durch die strategische Ausrichtung auf die Produktion und Speicherung von Wasserstoff nimmt die RAG eine führende Rolle bei der Bereitstellung kohlenstoffarmer Energielösungen ein und erschließt damit bedeutende transitorische Chancen.